Logo Dietrich-Bonhhoeffer-Kirche
Start  »  Gemeinde  »  Geschichte 

Aus dem großen Kirchspiel Dänischenhagen haben sich die Gemeinden Holtenau, Friedrichsort und Altenholz selbstständig gemacht. Die Schilkseer und Strander wurden noch lange nach 1945 von Dänischenhagen aus durch einen zweiten Pastor betreut. Das war bei steigender Einwohnerzahl kaum noch zu leisten. Die Kieler Stadtplanung hatte etwa in der Mitte des Ortsentwicklungsgebietes ein Grundstück vorgesehen, auf dem ein Kirchbau entstehen sollte. Das Grundstück liegt über dem Kurpark auf einer kleinen Anhöhe, blickt über die Förde und fügt sich ins Straßenbild von Langenfelde wirksam ein.

Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Sein Programm forderte zusätzlich zu einer Kirche für 200 Plätze mit Turm ein Gemeindehaus mit Saal, Bühne und Clubräumen, ein Pastorat mit Konfirmandenraum und zwei  Mitarbeiterwohnungen. Den Wettbewerb gewann das Architektenehepaar Dipl.-Ing. Barbara und Wolfgang Vogt in Strande. Die einzelnen Gebäude bilden miteinander Hufe. Sie sind der Kirche als ihrer Krone untergeordnet. Das Kirchenschiff auf dem höchsten Ort des Geländes schiebt seinen "Bug" in die Landschaft. Der Turm ist markante Ecke des Anwesens. Mit seinen Mauern, Stufen und Baumreihen schließt er das Ganze zusammen. Seine spitze Form setzt sich gegen die kubischen Formen der fast eben so hohen Miethausbebauung durch.

Hauptsache im Kirchraum ist das Altarkreuz. Alle gestalterischen Mittel sind eingesetzt den nicht gerade großen Raum fällig erscheinen und von diesem kleinen Kreuz mit der Altarwand bestimmt sein zu lassen. Ganz besonderer Wert war auf denkbar gute, "natürliche" Sprechakustik des Raumes gelegt worden. Im Sinne dieses Dienstes stehen die Raumform, die Verhältnisse der Materialien untereinander und der Kanzelort. Bischof Petersen, weihte die Kirche am Pfinstsonntag 1969 ein. Am Sonntag darauf  war die erste Konfirmation des Gemeindebezirkes. Der Musik und Chorarbeit hatte zu Anfang eine kleine Leihorgel treu gedient. 1982 war es dann soweit, dass Firma Parschen eine "richtige", konzertfähige Orgel mit 20 Registern einbauen konnte.

Zum Kirchenzentrum gehören gruppiert um zwei Höfe ein Gemeindesaal im Anschluss an die Kirche, ferner ein Bürotrakt im Osten mit dem anschließenden Pastorat sowie ein südlicher Flügel mit Gemeinde und Jugendraum, dem Kindergarten Ankerplatz und der Küsterwohnung. Am 23.02.2006 zerstörte ein Brand den Kindergarten mit den Gemeinderäumen im Südflügel. Nach neuen Anforderungen aber auf den vorhandenen Fundamenten und Kellerräumen und der Baukörperform des Altbaus erfolgte von 2006 bis 2007 der Wiederaufbau nach Entwurf und unter der Leitung des Architekten Christof Becker, Kiel-Holtenau. Dabei erhielt auch der Bürotrakt eine neue Ansicht mit dem vorgebauten Glasbau.


Wolfgang Vogt (Architekt)
mit Ergänzungen von Dr. Claus Rauterberg

 
  © IKE 2019